Fruchtbarer Austausch 

Am 20. August trafen sich Vertreter:innen beider Organisationen zu einem ausgesprochen fruchtbaren Gespräch. Inhalt waren die aktuellen bildungspolitischen Papiere der GEW (Aufbruch! Schulpolitische Positionen der GEW) und der GGG (Antrag Positionspapier der GGG - 2025).

Die GEW-Positionen wurden im Mai auf dem Gewerkschaftstag verabschiedet. Das GGG-Papier ist noch in der Diskussion und soll auf der Mitgliederversammlung Ende September 2025 verabschiedet werden. Vor den Diskussionen in den jeweiligen höchsten Gremien standen intensive Beteiligungsprozesse.

Der Ansatz der beiden Papiere ist ein unterschiedlicher (Ausgangspunkt für das GEW-Papier ist ein spezifischer Bildungsbegriff, Basis für das GGG-Papier ist ihr in der Satzung verankertes Ziel einer Schule für alle). Gleichwohl wurde festgestellt, dass es einen hohen Grad an Übereinstimmung in Grundaussagen und Zielrichtung zwischen den Papieren gibt. Eine längere Diskussion entspann sich um die zweigliedrigen Schulsysteme. Die GEW lehnt diese in ihrem Papier grundsätzlich ab, in der GGG gibt es dazu unterschiedliche Positionen. Beide Organisationen sind sich aber darin einig, dass aufgrund der vielgliedrigen Schulsysteme in etlichen Bundesländern eine auf die spezifischen Ausgangslagen gerichtete Debatte geführt werden muss.

Zentraler Gesprächspunkt war die GEW-Forderung nach Umsetzung der einen Schule für alle innerhalb einer Laufzeit von 10–20 Jahren und der Definition verbindlicher Meilensteine auf dem Weg dorthin. Die GGG sieht diesen Beschluss als einen sehr mutigen und vorwärtsweisenden Schritt an und hat nicht nur ihrer Freude darüber Ausdruck gegeben, sondern auch ihren Wunsch nach enger Kooperation bei der Definition von Meilensteinen geäußert.

Die weiteren gemeinsamen Diskussionen und gegebenenfalls Planungen werden nach der GGG-Mitgliederversammlung und vertiefenden Diskussionen auf der GEW-Vorstandsebene aufgenommen. Dann wird es insbesondere um die Aufgabe der Verankerung der beiden Positionspapiere in den jeweiligen Landesverbänden und in der Mitgliedschaft gehen. Hierbei, so der Wunsch der GGG, sollte ein enger Austausch stattfinden.

Anja Bensinger-Stolze (Geschäftsführender Vorstand GEW, Bereich Schule) ist für die im Februar 2026 vorgesehene GGG-Hauptausschusssitzung eingeladen.

Anna Ammonn